Wer ein Faible für klassische Autos, nostalgische Motorräder und die Geschichte vergangener Jahrzehnte hat, sollte sich beeilen: Die große Ausstellung zum 40-jährigen Bestehen des Clubs für historische Automobile in El Paso endet bereits an diesem Sonntag. In der ehemaligen Tabakfabrik erwartet die Besucher eine außergewöhnliche Sammlung von rund hundert historischen Fahrzeugen, alten Motorrädern, Fotografien und Erinnerungsstücken aus der Welt des Motorsports und der Inselgeschichte. Die Ausstellung ist weit mehr als nur ein Treffen für Autofans. Viele der Fahrzeuge wecken Erinnerungen an frühere Zeiten auf La Palma — an Familienausflüge, alte Werkstätten oder die ersten Autos, die einst über die Inselstraßen rollten. Begleitet wird die Ausstellung von Musik, kleinen Rahmenveranstaltungen und einem entspannten, fast familiären Ambiente. Am Sonntag findet schließlich die Abschlussveranstaltung mit der Bonita Brass Band statt. Wer die Ausstellung noch sehen möchte, hat also nur noch heute und morgen Gelegenheit dazu. (Foto: ElTime.es)
Freunde guter Weine, würziger Käse und palmerischer Spezialitäten dürfen sich freuen: Am heutigen Samstag, den 23. Mai, verwandelt sich Puntagorda wieder in einen großen Treffpunkt für Genießer. Dann findet dort die neue Ausgabe des FEVIQUE-Festivals statt — dem beliebten Wein- und Käsefest des Nordwestens von La Palma. Ab 14 Uhr öffnen die Stände mit regionalen Weinen, Käse, Tapas und vielen weiteren lokalen Produkten. Zahlreiche Bodegas, Käsereien und Restaurants der Region präsentieren Spezialitäten aus eigener Herstellung — ganz im Stil des „Kilómetro cero“, also frischer Produkte direkt aus der Umgebung. Besonders beliebt ist auch in diesem Jahr wieder der „Túnel del Queso“ zwischen 15 und 18 Uhr, bei dem verschiedene Käsesorten der Region probiert und bewertet werden können — solange der Vorrat reicht. Dazu gibt es Live-Musik, Kinderaktivitäten, Verlosungen regionaler Produkte und am Abend Unterhaltung mit DJ Rocío. FEVIQUE gehört inzwischen zu den schönsten Genussfesten der Insel: entspannt, authentisch und voller regionaler Aromen. Wer Käse, Wein und die gemütliche Atmosphäre des Nordwestens mag, dürfte hier kaum enttäuscht werden.
Der Astrotourismus-Sektor auf La Palma fordert dringend bessere Planung und klare Informationen zu den angekündigten Bauarbeiten an der LP-4 sowie an mehreren astronomischen Aussichtspunkten der Insel. Das Problem aus Sicht vieler Unternehmer: Die Arbeiten sollen ausgerechnet in den Sommermonaten stattfinden — also genau dann, wenn besonders viele Besucher zum Roque de los Muchachos und zu den Sternen-Aussichtspunkten fahren. Die Starlight-Guides und Touranbieter verlangen nun ein kurzfristiges Treffen mit dem Cabildo-Präsidenten Sergio Rodríguez. „Das Problem sind nicht die Bauarbeiten selbst“, erklärt der Sektor, „sondern die Tatsache, dass man sie offenbar mitten in der touristischen Hochsaison durchziehen will.“ Nach einem ohnehin schwierigen Winter mit schlechtem Wetter, Sperrungen und vielen abgesagten Ausflügen befürchten die Unternehmen nun weitere wirtschaftliche Verluste — nicht nur für Sternentouren, sondern auch für Restaurants, Unterkünfte, Taxis und andere Betriebe rund um den Naturtourismus. Besonders kritisch sehen viele, dass La Palma seit Jahren international mit seinem außergewöhnlichen Sternenhimmel wirbt, nun aber ausgerechnet in der Hauptsaison Unsicherheit über Zufahrten und mögliche Einschränkungen entsteht. Dabei wären die meisten Besucher und Unternehmen vermutlich durchaus verständnisvoll gegenüber notwendigen Bauarbeiten — sofern frühzeitig informiert und die Maßnahmen gut koordiniert würden.
Die provisorische Bushaltestelle in Santa Cruz de La Palma kostet das Cabildo inzwischen über 42.000 Euro Miete pro Jahr — also rund 3.500 Euro monatlich. Untergebracht ist sie seit 2015 im Erdgeschoss eines Restaurants an der Avenida de Los Indianos. Im Inselparlament wurde nun erneut über den Zustand der Anlage diskutiert. Der PP-Abgeordnete Carlos Cabrera sprach von einer „katastrophalen“ Situation, besonders bei den Toiletten. Außerdem würden Teile der Anlage zeitweise geschlossen bleiben und Öffnungszeiten nicht eingehalten. Selbst der zuständige Verkehrsdezernent Darwin Rodríguez räumte ein, dass der aktuelle Service „bei weitem nicht dem entspricht, was der öffentliche Verkehr verdient“. Der Vertrag für die Betreuung der Haltestelle sei inzwischen sogar ausgelaufen und laufe derzeit nur noch provisorisch weiter. Besonders pikant wirkt dabei für viele Bürger die Summe: Mehr als 40.000 Euro jährlich fließen in eine Übergangslösung, über die sich Fahrgäste seit Jahren beschweren — während gleichzeitig auf der Insel vielerorts Geld fehlt und soziale Probleme immer sichtbarer werden. Immerhin scheint inzwischen auch politisch angekommen zu sein, dass eine Insel irgendwann vielleicht doch einmal einen richtigen Busbahnhof gebrauchen könnte.