04. Juli 2026

Kurzmeldungen zum Wochenende

Bild zu den Kurzmeldungen vom Samstag, 04. Juli 2026
La Palma erhält geringeren Kraftstoffbonus

Die kanarische Regionalregierung setzt die befristete Kraftstoffbeihilfe für die nicht-hauptstädtischen Inseln auch im dritten Quartal 2026 fort. Ziel der Maßnahme ist es, die höheren Kraftstoffpreise im Vergleich zu den Hauptinseln Gran Canaria und Teneriffa auszugleichen. Für die Monate Juli bis September beträgt der Zuschuss auf La Gomera weiterhin 20 Cent pro Liter. Auf El Hierro und La Palma wird die Förderung auf 15 Cent pro Liter festgelegt. Die Regionalregierung weist darauf hin, dass die Beihilfe im Haushalt 2026 verankert ist und vierteljährlich an die tatsächlichen Preisunterschiede auf den einzelnen Inseln angepasst wird. Grundlage für die neue Höhe der Förderung sind die durchschnittlichen Kraftstoffpreise im Zeitraum vom 1. April bis 15. Juni. Ein Zuschuss wird gewährt, wenn der Preis für Benzin 95 oder Diesel A auf einer nicht-hauptstädtischen Insel mindestens fünf Cent pro Liter über dem Durchschnittspreis auf Gran Canaria und Teneriffa liegt. Je nach festgestelltem Preisunterschied kann die Beihilfe zwischen fünf und 30 Cent pro Liter betragen.

Neue Millionen für den Hafen ohne Hafenbetrieb

Im Hafen von Puerto de Tazacorte haben die Arbeiten für die Verlängerung des sogenannten Gegendamms begonnen. Die Bauzeit beträgt zwölf Monate, die Kosten liegen bei rund 6,25 Millionen Euro. Offiziell soll die Maßnahme den Hafen sicherer machen, den Wellengang abfangen und die Nutzung verbessern. Dafür wird der Gegendamm um rund 130 bis 136 Meter verlängert, ein Teil der bestehenden Mole wieder abgerissen und die Hafeneinfahrt teilweise verkleinert. Ziel ist es, die Wellen aus den inneren Hafenbecken herauszuhalten und das Anlegen von Schiffen zu erleichtern. Besonders bemerkenswert: Mit der neuen Anlage soll auch ein rund 30.000 Quadratmeter großes Hafenbecken geschützt werden, das bis heute praktisch ungenutzt geblieben ist. Irgendwann – allerdings nicht im Rahmen dieses Projekts – könnten dort einmal schwimmende Stege entstehen. Dann wäre theoretisch Platz für rund 250 zusätzliche Liegeplätze. Die Geschichte des Hafens liest sich inzwischen wie eine Chronik permanenter Nachbesserungen: Ursprünglich in den 1970er Jahren als kleiner Fischereihafen gebaut, folgte 2001 die erste große Erweiterung wegen Wellengang und angeschwemmter Sedimente. 2015 kam der Außendamm hinzu – und schon damals war der jetzt begonnene Gegendamm eigentlich vorgesehen, wurde aber nicht gebaut. Elf Jahre später wird dieses Kapitel nun nachgeholt. Zum obligatorischen ersten Spatenstich erschien selbstverständlich die komplette politische Prominenz der Insel und der Kanarenregierung. In den Reden war – wenig überraschend – von einer „strategischen Infrastruktur“, „mehr Sicherheit“, „Operativität“, „wirtschaftlicher Entwicklung“, „Tourismus“, „Zukunft“ und „Lebensqualität“ die Rede. Es fehlte eigentlich nur noch das Wort „Leuchtturmprojekt“. Ob nach inzwischen mehreren Ausbaustufen und vielen Millionen Euro künftig tatsächlich deutlich mehr Schiffe den Hafen nutzen oder ob die riesigen Freiflächen weiterhin überwiegend als Kulisse für ein Musikfestival pro Jahr sowie als Trainingsstrecke für Rad- und Rollschuhfahrer dienen, bleibt abzuwarten. Fest steht immerhin: An feierlichen Ersten Spatenstichen mangelt es diesem Hafen ganz sicher nicht.

IGIC-Befreiung für Selbständige

Selbständige und Freiberufler auf den Kanaren mit einem Jahresumsatz von bis zu 50.000 Euro können seit dem 1. Juli die Befreiung von der IGIC (kanarische Mehrwertsteuer) beantragen. Wer sich freiwillig für die neue Regelung (REPEP) entscheidet, muss künftig keine IGIC mehr auf seinen Rechnungen ausweisen oder abführen, kann im Gegenzug aber auch keine Vorsteuer aus Einkäufen geltend machen. Nach Angaben der Kanarenregierung könnten rund 11.000 Selbständige von der Vereinfachung profitieren. Zudem soll sich der bürokratische Aufwand deutlich verringern: Statt bislang fünf Steuererklärungen pro Jahr ist ab 2027 nur noch eine jährliche IGIC-Erklärung vorgesehen. Wer die Regelung nutzen möchte, muss bis zum 31. Juli das entsprechende Formular (Modelo 400) bei der Kanarischen Steuerbehörde einreichen.

Marcos-y-Cordero-Weg teilweise geöffnet

Der Inselrat von La Palma hat den beliebten Wanderweg Marcos y Cordero nach ersten Sanierungs- und Sicherungsarbeiten teilweise wieder freigegeben. Die Maßnahmen im Umfang von 730.000 Euro umfassten unter anderem die Erneuerung und Verstärkung von Geländern sowie die Installation von Steinschlagschutznetzen im Bereich der Cañada del Chícharo. Geöffnet ist nun der Abschnitt von der Casa del Monte bis zum Eingang des Tunnels 12. Der weitere Streckenverlauf bis Espigón Atravesado bleibt vorerst gesperrt. Die vollständige Freigabe soll in den kommenden Wochen schrittweise erfolgen. Zuvor werden weitere Sicherungsarbeiten, Stabilitätsprüfungen an den Hängen sowie die Beseitigung von Geröll und Vegetation durchgeführt. Der Inselrat empfiehlt Wanderern, sich vor Touren über den aktuellen Zustand der Wege und die Wetterlage zu informieren. (https://www.senderosdelapalma.es/senderos/lista-de-senderos/senderos-pequeno-recorrido/pr-lp-06-los-sauces-los-tilos/)