Am 12. August wird über den Kanarischen Inseln eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten sein. Auf La Palma werden dabei bis zu 77 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt. Für die Beobachtung richtet das Museo Elder auf jeder Insel einen offiziellen Standort ein – auf La Palma fällt die Wahl auf die Playa de Los Tarajales in Tazacorte. Dass sich das Himmelsspektakel bei klarem Wetter von nahezu jedem Ort auf der Insel ebenso gut verfolgen lässt, räumt selbst der Veranstalter ein. Der eigentliche Mehrwert des offiziellen Beobachtungspunktes liegt daher weniger im Standort als vielmehr in den kostenlosen Schutzbrillen und den Erläuterungen durch Astronomie-Experten. Die Sonnenfinsternis beginnt auf La Palma gegen 19:06 Uhr, erreicht ihren Höhepunkt um 19:54 Uhr und endet gegen 20:42 Uhr. Astronomen rechnen bei den derzeitigen Wetterprognosen mit besten Sichtbedingungen. Vor Ort werden zwischen 18:30 und 21:30 Uhr Fachleute Fragen beantworten und mehrere tausend zertifizierte Sonnenfinsternis-Brillen kostenlos verteilen. Wer das Ereignis lieber von der heimischen Terrasse, einem Aussichtspunkt oder einem Strand verfolgt, sollte ebenfalls ausschließlich zugelassene Schutzbrillen verwenden. Wer also am Mittwochabend den Blick zum Abendhimmel richtet, braucht eigentlich nur zwei Dinge: Wolkenfreiheit und Augenschutz.
Nach zahlreichen Monaten Bauzeit ist es nun so weit: In Las Indias (Fuencaliente) wurde ein neuer Aussichtspunkt eröffnet. Was andernorts oft in wenigen Wochen entsteht, durfte auf La Palma etwas länger reifen – dafür erwartet den Besucher nun ein wirklich spektakulärer Logenplatz. Der neue Mirador liegt an der Südumgehung LP-2 oberhalb von Las Indias und La Fajana und bietet einen weiten Blick über die Südspitze der Insel, die Bananenplantagen, den Atlantik und bei klarer Sicht bis nach El Hierro. Besonders zum Sonnenuntergang dürfte sich der Aussichtspunkt schnell zu einem beliebten Fotoplatz entwickeln. Die moderne, leicht über den Hang hinausragende Aussichtsplattform vermittelt dabei fast das Gefühl, frei über dem Atlantik zu schweben. Sitzgelegenheiten laden dazu ein, den Ausblick in aller Ruhe zu genießen. Neben der Aussicht gibt es auch einen kulturellen Akzent: Eine Steinstele trägt eine „Décima“ des aus Las Indias stammenden Dichters Miguel Martín Méndez – eine auf den Kanaren und in Lateinamerika bis heute beliebte Gedichtform aus zehn Versen, die traditionell bei Festen und musikalischen Darbietungen vorgetragen wird. Ergänzt wird sie durch eine Skulptur des Künstlers Gustavo Díaz aus Fuencaliente. Wer den Süden der Insel erkundet, findet hier künftig einen weiteren lohnenden Halt – ganz ohne Eintritt, dafür mit einem spektakulären Ausblick.
Offenbar landet in Los Llanos noch immer so manches im falschen Container. Die Gemeinde will die Mülltrennung deshalb verbessern – mit neuen Sammelbehältern, besserer Beschilderung und Informationsveranstaltungen. Bleibt nur die spannende Frage, wie viele Bürger sich diese Vorträge tatsächlich freiwillig anhören werden. Geplant sind außerdem Workshops rund um Mülltrennung, Kompostierung und Recycling. Ziel ist es, Fehlwürfe zu reduzieren und die Wiederverwertung von Abfällen zu verbessern. Für das Projekt stehen rund 66.000 Euro zur Verfügung, der Großteil stammt aus EU-Fördermitteln. Wer allerdings auf schnelle Veränderungen hofft, braucht etwas Geduld: Die Umsetzung – einschließlich des Austauschs der Container – ist erst für den Zeitraum 2026 bis 2027 vorgesehen. Auf La Palma weiß man eben: Auch neue Müllcontainer haben ihre ganz eigene Reifezeit.
Im sonnigsten und wärmsten Ort der Insel wird künftig das Wasser im städtischen Freibad noch effizienter beheizt. Ob das wirklich nötig ist, darüber dürften die Meinungen zwar auseinandergehen – die Badegäste profitieren aber von einer moderneren und energiesparenderen Technik. Die Gemeinde Tazacorte investiert rund 148.000 Euro in die Modernisierung des Schwimmbades. Geplant sind unter anderem eine Wärmepumpe sowie eine thermische Abdeckung für das Becken, die Wärmeverluste reduzieren und den Energieverbrauch senken sollen. Die Arbeiten werden vollständig aus Fördermitteln der Kanarischen Regierung finanziert. Ziel ist es, den Badebetrieb „komfortabler und gleichzeitig energieeffizienter zu gestalten“, wie es in der Pressemitteilung hieß.