Wenn die spanische Basketball-Nationalmannschaft der Frauen bei der Weltmeisterschaft 2026 in Berlin um den Titel kämpft, ist auch ein Stück Kanaren mit dabei: „Plátano de Canarias“ begleitet das Team erneut als offizielle Frucht der spanischen Basketball-Auswahlen. Die kanarische Banane soll den Spielerinnen Energie liefern und steht laut Verband für Sport, Ausdauer und gesunde Ernährung. Bis zum Finale am 13. September werden die Basketballerinnen also bestens mit dem wohl bekanntesten Produkt der Inseln versorgt sein. Wir wünschen dem spanischen Team viel Erfolg bei der WM – und hoffen natürlich, dass neben den vielen Bananen auch noch genügend anderes auf dem Speiseplan steht. Schließlich braucht es für einen Weltmeistertitel nicht nur Kalium, sondern auch ein bisschen Abwechslung.
Erst vor wenigen Tagen hatten wir über einen bürokratischen Rückschlag beim seit Langem geplanten Straßenprojekt zwischen El Remo und La Zamora berichtet. Nun bemüht sich Inselpräsident Sergio Rodríguez, die Bevölkerung zu beruhigen: Das Vorhaben sei keineswegs gefährdet. Nach seinen Angaben muss das Verfahren aufgrund der abgelaufenen Frist zwar erneut öffentlich ausgelegt werden, wodurch sich das Projekt um etwa drei Monate verzögert. An der grundsätzlichen Planung ändere sich jedoch nichts. Alle wichtigen Fachgutachten lägen bereits vor. Besonders deutlich wird Rodríguez bei der Bedeutung des Projekts: „Diese Straße hat für das Cabildo höchste Priorität.“ Gleichzeitig betont er, dass weiter daran gearbeitet werde, die Finanzierung von rund 350 Millionen Euro über das Straßenbauabkommen mit dem spanischen Staat sicherzustellen. Für die Menschen im Süden der Insel bleibt damit die Hoffnung bestehen, dass die seit vielen Jahren diskutierte Straßenverbindung tatsächlich eines Tages Realität wird. Ob die nun angekündigte Verzögerung tatsächlich auf wenige Monate begrenzt bleibt, wird sich allerdings erst in den kommenden Jahren zeigen – und an den heutigen Versprechen wird sich die Politik letztlich auch messen lassen müssen.
Obwohl die Wasserreserven auf La Palma während des Sommers deutlich zurückgegangen sind, sind die öffentlichen Speicherbecken Anfang September immer noch zu rund 50 Prozent gefüllt. Damit steht der Insel weiterhin wesentlich mehr Wasser zur Verfügung als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Der Rückgang während der trockenen Sommermonate ist dabei völlig normal. Dass die Reserven dennoch vergleichsweise hoch bleiben, hat vor allem zwei Gründe: Zum einen sorgten der außergewöhnlich regenreiche Winter und Frühling für gut gefüllte Speicher. Zum anderen ist der Wasserverbrauch nach dem Vulkanausbruch im September 2021 weiterhin geringer als früher, da zahlreiche zerstörte Bananenplantagen – den größten Wasserverbrauchern – bis heute noch nicht wieder aufgebaut wurden. Damit startet La Palma aus heutiger Sicht mit einer komfortablen Ausgangslage in den Herbst, auch wenn die Pegelstände in den kommenden Monaten ohne nennenswerte Niederschläge weiter sinken dürften.
Die Gemeinde El Paso verbessert die Kontrolle und Betreuung der sogenannten Katzenkolonien. Dazu werden die frei lebenden Katzen künftig verstärkt mit einem Mikrochip gekennzeichnet, wie es das spanische Tierschutzgesetz vorsieht. Die Identifizierung ermöglicht eine bessere Erfassung der Tiere sowie eine regelmäßige tierärztliche Kontrolle, einschließlich Impfungen und Entwurmungen. Ergänzend setzt die Gemeinde weiterhin auf kostenlose Kastrationsaktionen, um die unkontrollierte Vermehrung der Katzenpopulation zu verhindern. Grundlage der neuen Maßnahmen ist das sogenannte CER-Verfahren (Captura, Esterilización y Retorno – Einfangen, Sterilisieren und Zurückführen), das eine systematische Erfassung, Kastration und gesundheitliche Betreuung der Kolonien vorsieht. Die Gemeinde weist darauf hin, dass diese Kennzeichnung ausschließlich für Katzen aus betreuten Kolonien gilt. Für private Hauskatzen bleibt weiterhin der jeweilige Halter für die Identifizierung und Versorgung verantwortlich. Am 21. September informiert die Gemeinde bei einer öffentlichen Veranstaltung im Kulturhaus Braulio Martín Hernández über die bisherigen Maßnahmen und die geplanten weiteren Schritte zum Tierschutz in El Paso.