29. November 2025

Kurzmeldungen zum Wochenende

Bild zu den Kurzmeldungen vom Samstag, 29. November 2025
Saúl Santos auf der Titelseite von National Geographic

Der renommierte Fotograf Saúl Santos aus La Palma sorgt wieder für einen Grund, stolz auf La Palma zu sein. Ein Foto von ihm, das die Insel in all ihrer Schönheit zeigt, ziert die Titelseite des Reise-Kalenders 2026 von National Geographic, der sich den ländlichen Wegen Spaniens widmet. „Dreifach glücklich: über eine neue Titelseite im National Geographic-Reisemagazin, dass sie ausgerechnet La Palma zeigt und dass meine Lebensgefährtin Sladjana darauf zu sehen ist. Unsere Insel repräsentiert die natürlichen Wege Spaniens mit unserem wunderbaren GR-131“, freut sich Saúl Santos. Ein Glückstag für den Fotografen, seine Partnerin – und für alle Palmeros: Am Tag der Aufnahme wurden beide Seiten der Insel von Regen gesegnet, als würde selbst der Himmel den Erfolg feiern.

Neuer Post-Service: „Citypaqs“

Correos betreibt auf La Palma neuerdings eine Citypaq-Box mit 18 Fächern, die von der Logistikfirma auf der Insel installiert wurde. Sie befindet sich im Einkaufszentrum El Trocadero in Los Llanos und ermöglicht es, Pakete bequem abzuholen oder zurückzugeben – auch außerhalb der üblichen Bürozeiten. Die Citypaq-Fächer sind an verschiedene Paketgrößen angepasst und barrierefrei nutzbar. Sie können sowohl für die Zustellung als auch für Rücksendungen von Online-Bestellungen verwendet werden, was sie zu einem besonders flexiblen Service für den E-Commerce macht. Der Nutzer erhält bei Zustellung per E-Mail oder SMS einen Öffnungscode und kann das Paket zu jeder passenden Zeit abholen. Eine Registrierung in der App von Correos ist optional und bietet Zusatzfunktionen wie Sendungsverfolgung und Favoritenverwaltung.

Wenn eine Stadt aus den Nähten platzt...

So geschehen am Donnerstag, den 27. November, in Santa Cruz. Ein echtes Touristen-Feuerwerk: Gleich drei Kreuzfahrtschiffe und eine Segelyacht legten zeitgleich an und brachten mehr als 6.400 Passagiere in die Hauptstadt. Früh am Morgen liefen der „MSC Musica“ mit 2.533 Gästen, die „Azura“ mit 3.033 und die „Spirit of Adventure“ mit 917 Passagieren ein, dazu gesellte sich noch die elegante Segelyacht „Santa María Manuela“. Mitgerechnet werden müssen natürlich auch die Besatzungen: 1.200, 987 und 540 Crewmitglieder auf den drei Schiffen. Zusammen mit den Passagieren kamen also über 9.000 Menschen an Bord der Schiffe nach La Palma – das entspricht etwa der Hälfte der Stadtbevölkerung! Am Vormittag war das Stadtzentrum von Santa Cruz daher rappelvoll. Viele der Besucher nutzten den touristischen Zug, der von der Plaza de la Constitución direkt am südlichen Hafeneingang durch die wichtigsten Straßen der Stadt fährt – und so ein kleines Abenteuer inmitten der plötzlich viel größeren Stadt ermöglicht.

„Adaptacost“ – das Hochwasser im Blick

Die kanarische Behörde für Ökologischen Übergang und Energie, angeführt von Mariano Zapata, hat eine neue Messkampagne am Meeresfrontabschnitt zwischen Santa Cruz de La Palma und Maldonado gestartet. Laut Pressemitteilung geht es darum, Tiefe, Unterwasserrelief und Bodenbeschaffenheit zu ermitteln. Alles selbstverständlich „Schlüsselinformationen“, um Maßnahmen gegen den „unaufhaltsam steigenden Meeresspiegel“ zu planen. Das Budget für die Analyse der sechs ausgewählten Küstenabschnitte auf den Kanaren liegt bei 111.000 Euro, eingebettet in das ehrgeizige Projekt „Adaptacost6“, das mit insgesamt 2,3 Millionen Euro zu Buche schlägt. Eine stolze Summe, um festzustellen, ob der Atlantik wirklich vorhat, uns zu verschlucken. Der Generaldirektor für Naturräume und Biodiversität erklärt ohne mit der Wimper zu zucken, Santa Cruz sei „besonders verletzlich“: Risiken überall, Betroffene überall, bedrohtes wirtschaftliches Leben, ein urbaner Strand, historisches Kulturgut – kurz: eine Stadt in Gefahr. Maldonado, so der Direktor weiter, sei dabei besonders gebeutelt, weshalb diese Informationen „fundamental“ seien. Schließlich müsse man wissen, wie man ein Küstendorf vor einer möglichen Wasserstandserhöhung von vorausgesagten 20 Zentimetern bis 2050 schützt. Man arbeite an „hochpräzisen wissenschaftlichen Daten“, um Risiken frühzeitig zu erkennen und „klare, wirksame Lösungen“ zu entwickeln, die Bevölkerung und essenzielle Dienste in den kommenden Jahrzehnten sichern sollen. Szenarien bis 2050 inklusive – damit wirklich niemand behaupten kann, man habe nicht vorausschauend gehandelt. Der Umweltstadtrat von Santa Cruz pflichtet bei: Solche Studien seien für eine Küstengemeinde „essenziell“. Schließlich müsse man wissen, welche dramatischen Auswirkungen diese paar Zentimeter auf Zonen wie Maldonado haben könnten. Nur so könne Santa Cruz „ein datenbasiertes Modell der Küstenverwaltung“ entwickeln. Klingt eindrucksvoll. Der Studienauftrag umfasst sechs Küstenzonen auf Fuerteventura, La Palma, La Gomera, Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote. Eine große Inselallianz im Kampf gegen den möglicherweise auf Zehenspitzen näher kommenden Atlantik. Und nun der Teil, der offenbar nicht in die Pressemitteilung passte: Während man über 2,3 Millionen Euro in eine Studie investiert, um eine der höchsten Inseln der Welt vor ein paar erwarteten Zentimetern Meeresspiegelanstieg zu schützen, schlafen auf La Palma weiterhin zahlreiche Menschen ohne ein würdiges Zuhause. Aber Prioritäten müssen gesetzt werden. Und vielleicht sollte man wirklich darüber nachdenken, die Hafenmole in Tazacorte nicht nur zu verlängern, sondern gleich ein paar Meter höher zu ziehen – por si acaso...