Gute Nachrichten zum Jahresende: Nach langem Warten beginnt in der kommenden Woche der Wiederaufbau der durch den Tajogaite zerstörten LP-2. Nachdem die kanarische Regierung ein zentrales Verwaltungsverfahren freigegeben hat, sollen die Bauarbeiten bereits am Montag starten. Den Auftakt macht der südliche Abschnitt bei Corazoncillo. Damit rückt die Rückkehr einer der wichtigsten Verkehrsachsen der Insel endlich in greifbare Nähe. Die LP-2 ist für viele Menschen mehr als nur eine Straße: Sie verbindet Wohngebiete, Arbeitswege und ganze Gemeinden miteinander, die seit dem Vulkanausbruch nur eingeschränkt erreichbar waren. Mit der Wiederherstellung profitieren nicht nur die Bewohner von Las Manchas, sondern auch Fuencaliente und Mazo, die wieder deutlich näher an das Aridanetal heranrücken. Der Baustart markiert einen wichtigen Meilenstein im Wiederaufbauprozess und sendet ein lange erwartetes Signal: Die Rückkehr zur Normalität kommt voran – sichtbar, konkret und auf Asphalt.
Exakt vier Jahre nach dem offiziellen Ende der Tajogaite-Eruption hält das zuständige Krisenmanagement auf La Palma weiterhin an der gelben Vulkan-Warnstufe fest. Ausgerechnet jene Fachgremien, die wenige Stunden vor dem Ausbruch 2021 keine Veranlassung sahen, die Warnstufe auf Rot zu setzen, erklären nun dieselbe Stufe Gelb zur Dauerlösung. Zur Begründung werden weiterhin abstrakte „Restrisiken“ angeführt: mögliche CO₂-Ansammlungen, instabile Lavaflächen oder Restwärme im Untergrund. Konkrete, aktuelle Gefahrenlagen werden jedoch nicht benannt. La Palma bleibt also offiziell im Ausnahmezustand – mit spürbaren Folgen, nicht zuletzt für das ohnehin fragile Image der Insel als sicheres Reiseziel. In den vergangenen drei Monaten registrierte das IGN zwar einzelne, schwache Erdbeben, doch auch diese liefern keine neue Bewertungslage. Dennoch wird die gelbe Ampel aufrechterhalten – ein Warnniveau, das laut Systematik eigentlich für vor- oder akut eruptive Phasen gedacht ist, nicht für einen jahrelangen Nachbetrieb. Deutliche Kritik kam umgehend von der Bürgerinitiative Tierra Bonita. Sie bezeichnet die fortbestehenden Sperrzonen und Nutzungseinschränkungen als nicht mehr zu rechtfertigen und fordert sowohl das Ende der gelben Warnstufe als auch die Aufhebung sogenannter „zonas de exclusión“. Diese seien rechtlich nicht klar definiert und stützten sich auf keine aktuellen wissenschaftlichen Gutachten. Besonders brisant: Selbst die angefochtenen Verwaltungsakte räumen ein, dass keine akuten Gefahren durch Gase oder Temperaturen bestehen. Dennoch bleiben Eigentümer von Grundstücken und Wohnhäusern weiterhin ausgeschlossen – vier Jahre nach dem Ende des Ausbruchs. Was als Schutzmaßnahme begann, wirkt zunehmend wie institutionelle Selbstabsicherung. Die dauerhafte Warnkulisse verunsichert Bevölkerung und Besucher gleichermaßen – und schadet einer Insel, die dringend Normalität, Planungssicherheit und Vertrauen braucht.
Auf La Palma sind Verkehrsunfälle zum Glück nach wie vor selten. Im ablaufenden Jahr hat der Kanarische Rettungsdienst (SUC) bislang 223 Verkehrsunfälle auf unserer Insel betreut. Insgesamt waren es auf den Kanaren mehrere tausend Einsätze mit einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr. In einzelnen Fällen mussten mehrere Rettungsfahrzeuge gleichzeitig ausrücken. Der Rettungsdienst weist darauf hin, dass das Verhalten von Unfallzeugen eine wichtige Rolle spielt. Zunächst sollte die Unfallstelle abgesichert und über den Notruf 112 Hilfe angefordert werden. Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte gilt: Ruhe bewahren und den Anweisungen der Leitstelle folgen. Unüberlegte Hilfeleistungen können mehr schaden als nützen. Verletzte sollten nicht bewegt oder eigenständig versorgt werden, sofern keine akute Gefahr besteht. Es sei daran erinnert, dass eine besonnene, angeleitete Unterstützung wesentlich dazu beitrage, die Situation für alle Beteiligten zu verbessern.
Vom höchsten Turm seines Glaspalastes, irgendwo in den polaren Regionen, blickte der Weihnachtsmann nach Süden und dachte sich: „Da wartet ein Haufen Arbeit auf mich!“ Die Kinder wünschten sich immer mehr, und das zu immer höheren Preisen. Und obwohl seine Fabriken bis zum Limit liefen, konnten sie der riesigen Nachfrage kaum noch nachkommen. Aber in diesem Jahr war es schlimmer als je zuvor, denn die Konkurrenz, die Heiligen Drei Könige, hätten wohl so ihre Probleme, durch all die vom Krieg zerrütteten Länder zu ziehen, ohne in Tränen auszubrechen, wenn sie an all die Kinder denken müssten, die unter Bombenangriffen litten. Also müsste der Weihnachtsmann noch mehr Nachfrage abdecken als je zuvor. Und als ob das noch nicht genug wäre, stellte Greta Thunberg sich gegen die Nutzung von fossilen Brennstoffen in den Zügen und Schlitten, die die Geschenke transportierten. Die Rentiere, ausgemergelt und alt, brachen unter der Last zusammen. Der Weihnachtsmann müsste also noch mehr Personal für die Fabriken und den Transport anheuern – und wir wissen ja, wie die Gehälter und Steuern heutzutage so sind. Die Kinder – die forderten ohnehin schon das Unmögliche. Besonders schlimm waren die Wünsche der Kinder von der Insel La Palma: Sie wollten Straßen fertig bauen, heilige Quellbäder in Betrieb nehmen, erschwinglichen Wohnraum schaffen, nachhaltigen Tourismus, das Katzenschwanzproblem lösen (ja, wirklich!), vulkanisch verwüstete Gebiete wiederaufbauen, geothermische Energie für die ganze Insel und und und… Der Weihnachtsmann dachte nur: „Wunder mache ich nicht. Wenn die das wollen, sollen sie sich an die Heiligen Drei Könige wenden, die kommen ohnehin schon nicht mehr auf Kamelen. Die müssen dann wohl auf dem Paris-Dakar-Trip mit Allradfahrzeugen durch die Wüste.“ Der Weihnachtsmann seufzte. „Was für Weihnachten, echt jetzt. Ich hab keine Lust mehr, ‚Ho ho ho!‘ zu brüllen und als festlich geschmückter Clown durch die Gegend zu rennen. Ich hau ab nach Irland! Da gibt es gute Pubs, geile Musik und genug Whisky. Meine kleinen Helfer können den Rest übernehmen – dafür bezahle ich sie schließlich. Und ganz ehrlich, es wird höchste Zeit für eine Auszeit. Vielleicht gehe ich in Rente und ziehe auf die Insel, auf der die Kinder sich wenigstens noch um ihre Eltern kümmern. Die Antragstellung für eine Subvention beim dortigen Cabildo habe ich auch schon vorbereitet.“