In Los Llanos de Aridane soll ein neuer, dauerhafter Wertstoffhof entstehen und damit ein zentrales Alltagsproblem vieler Bürger gelöst werden. Die frühere Anlage, ausgelegt für bis zu 50.000 Einwohner, wurde 2021 von der Lava. Seitdem läuft der Betrieb über eine provisorische Notlösung in Retamar, die nun weichen muss, weil auf dem Gelände ein sozio-sanitäres Zentrum gebaut werden soll. Der geplante neue Wertstoffhof soll wieder eine verlässliche und komfortable Entsorgung ermöglichen. Angenommen werden sollen unter anderem Elektroschrott, Sperrmüll, Grünschnitt, kleinere Bauschuttmengen, Altöl, Batterien, Farben, Textilien, Verpackungen und Glas. Offen bleibt allerdings eine zentrale Frage: Aus den bisherigen Pressemeldungen geht nicht hervor, ob es bereits einen endgültigen Standort für den neuen Wertstoffhof gibt oder ob die Anlage an derselben Stelle wie vor dem Vulkanausbruch vorgesehen ist.
Die Gemeinde El Paso lässt derzeit Straßenmarkierungen, Verkehrsspiegel und Beschilderung erneuern, um Sicherheit, Sichtbarkeit und Barrierefreiheit im öffentlichen Raum zu verbessern. Dazu gehören unter anderem frisch gestrichene Zebrastreifen, die künftig deutlich farbiger ausfallen als bisher. Offiziell reagiert das Rathaus damit auf Wünsche aus der Bevölkerung und verweist auf ein laufendes Wartungs- und Erneuerungsprogramm, das schrittweise in verschiedenen Ortsteilen umgesetzt wird – bevorzugt dort, wo viel Verkehr herrscht oder konkreter Handlungsbedarf festgestellt wurde. So sinnvoll bessere Sichtbarkeit grundsätzlich ist, bleibt ein kleiner Haken: Wenn nur einzelne Zebrastreifen farbig hervorgehoben werden, besteht die Gefahr, dass alle übrigen im Straßenbild noch leichter übersehen werden. Konsequenter wäre es daher, entweder alle Fußgängerüberwege einheitlich auffällig zu gestalten – oder es bei einer klaren, überall gleichen Markierung zu belassen. Die Stadt betont dennoch ihren Anspruch, den Verkehrsraum sicherer, ordentlicher und zugänglicher zu machen. Ob mehr Farbe am Ende tatsächlich mehr Sicherheit bringt, wird sich wohl erst im Alltag zeigen.
Seit dem 1. Januar 2026 sollte in Spanien das Mitführen einer vernetzten Notfalllampe („V16“) verpflichtend werden und die klassischen Warndreiecke endgültig ersetzen. Ziel der Maßnahme war es, Pannenfahrzeuge besser sichtbar zu machen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Doch genau diese Regelung steht nun überraschend auf der Kippe. Wie das Fachportal Motor16 berichtet, versucht die Europäische Union, die spanische Sonderlösung zu stoppen. So hat die EU-Kommission per Dringlichkeitsanweisung entschieden, dass die in Spanien vorgeschriebene, vernetzte V16-Baliza in ihrer aktuellen Form nicht mit europäischem Recht vereinbar ist. Hauptkritikpunkt sind Datenschutz- und Wettbewerbsfragen: Das verwendete Geolokalisierungssystem erfüllt nach Ansicht Brüssels nicht die europaweit geltenden Vorgaben zum Schutz personenbezogener Daten. Zudem fehle eine einheitliche technische Lösung auf EU-Ebene. Damit wird ein jahrelang vorbereitetes Projekt der spanischen Verkehrsbehörde DGT abrupt ausgebremst. Die EU pocht darauf, dass alle Mitgliedstaaten künftig ein kompatibles, gemeinsames System nutzen. Das spanische Modell gilt dabei als nationaler Alleingang, der zu weit gegangen sei. Besonders relevant für Verbraucher: Nach europäischem Recht dürfen Bürger nicht unter einem Widerspruch zwischen nationaler und europäischer Gesetzgebung leiden. Da der Kauf der V16-Lampen politisch forciert wurde, könnte dies den Weg für umfangreiche Rückerstattungen öffnen. Schätzungen zufolge befinden sich bereits Millionen dieser Geräte im Umlauf. Nicht die technische Funktion der Lampen steht infrage, sondern ausschließlich die rechtliche Grundlage ihrer Datenübertragung. Nach Auffassung der EU darf der Standort eines Fahrzeugs nicht automatisch übermittelt werden, ohne dass der Nutzer ausdrücklich und differenziert zustimmt – eine Anforderung, die das aktuelle spanische System nicht erfüllt. Aus einem als Sicherheitsinnovation beworbenen Pflichtprodukt ist damit über Nacht ein rechtliches und finanzielles Großproblem geworden. Da der Kauf der Geräte staatlich forciert wurde, dürfte der Staat im Fall einer endgültigen Rückabwicklung auch für die Kosten der Rückgabe und Erstattung der bereits gekauften V16-Lampen aufkommen müssen – und nicht die Bürger, die der gesetzlichen Vorgabe gefolgt sind.
Man raunt, Papst Leo plane einen Besuch auf unseren Inseln. Und wenn man die Sache logisch – und mit der gebotenen Portion Inselhumor – betrachtet, führt eigentlich kein Weg an La Palma vorbei. Zu eindeutig sind die Parallelen, zu groß die Erwartungen, zu lang die offene To-do-Liste. Als Heiliger könnte er endlich die Fuente Santa einweihen – was nebenbei auch gleich als Wunder durchgehen würde. Als makelloser Mann wäre er prädestiniert, den sagenumwobenen letzten Straßenabschnitt zwischen Las Manchas und Tajuya zu eröffnen. Als oberster Vertreter Gottes auf Erden könnte er das geplante extrem große Teleskop auf dem Roque de los Muchachos segnen – oder zumindest erklären, warum dieses Projekt schneller wächst als manche Infrastrukturprojekte der Insel. Als Staatsoberhaupt des Vatikans wäre er genau der Richtige, um die „gesegnete“ Entscheidung zu treffen, dass das Vulkanologische Zentrum selbstverständlich auf La Palma angesiedelt wird. Und da er Latein beherrscht, könnte er uns endlich die besondere Variante jenes oft unverständlichen Politiker-Lateins erklären. Als US-Amerikaner hätte er vielleicht sogar ein paar Worte für Donald Trump übrig – ein freundlicher Hinweis zum Beispiel auf die palmerische Gelassenheit wäre ja schon ein Fortschritt. Und als Bewohner Roms könnte er unseren Entscheidungsträgern ins Gedächtnis rufen: Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, aber es brauchte dafür auch keine Ewigkeit. Sollte er dann noch die Insel umrunden, mit allen Bürgermeistern sprechen und sie davon überzeugen, dass man Probleme gemeinsam besser löst, wäre er nicht mehr nur der Papst – sondern der Vater aller Politiker. Und als Papst Leo XIV. hätte er es ohnehin leichter: 14 Gemeinden, ein Cabildo, das passt zahlenmäßig doch perfekt. Kurz gesagt: Wenn einer kommen sollte, dann bitte dieser.