Die Inselverwaltung von La Palma lädt die Bürger ein, Ideen für vier Kreisverkehre auf der wiederaufgebauten Straße von La Laguna nach Las Norias einzubringen. Ziel ist es, die Kreisel nicht unbedingt wie Mahnmale der Vulkan-Katastrophe wirken zu lassen, sondern neue Lebensfreude darzustellen – künstlerische oder originelle Sichtweisen sind gefragt, die nicht allzu aufwendig ausfallen sollen. Der Prozess startet am 15. Januar 2026. Interessierte können zunächst online Vorschläge einreichen, anschließend über die besten Ideen abstimmen. Parallel werden Präsentationen und Gesprächsrunden in den drei Gemeinden des Valle de Aridane angeboten. Die vier am meisten unterstützten Vorschläge werden in einem professionellen Ideenwettbewerb umgesetzt, jede prämierte Arbeit erhält 6.000 Euro. Am Rande bleibt die Vermutung erlaubt, dass manche Palmeros heimlich hoffen, in jedem Kreisel eine kleine Bar unterzubringen – schließlich soll es ja schön lebendig werden. Alle Infos und die Plattform zur Teilnahme: https://lapalmasmart-participacioncabildo.lapalma.es/processes/rotondas
La Palma verzeichnete 2025 mit rund 363.000 Kreuzfahrtgästen so viele Besucher wie nie zuvor. Das sind 43 Prozent mehr als 2024 und fast doppelt so viele wie 2023. Für 2026 wird ein weiteres Plus von rund 26 Prozent erwartet. Für die Insel bedeutet das vor allem mehr Tagesgäste, höhere Umsätze für Gastronomie, Handel und Ausflugsanbieter – aber auch spürbar mehr Andrang in der Hafenhauptstadt Santa Cruz. Insgesamt hätte sich die Zahl der Kreuzfahrtbesucher seit 2023 damit um über 140 Prozent erhöht.
In Tazacorte sollen die brachliegenden Flächen an der neuen Ortsumgehung künftig in einen öffentlichen Park mit Freizeit- und Serviceangeboten umgewandelt werden. Vorgesehen sind Grünflächen mit einheimischer Vegetation, Sport- und Aufenthaltsbereiche, ein Café, neue Parkplätze sowie Stellflächen für Wohnmobile. Für Anwohner wäre das vor allem eines: mehr Grün und dringend benötigte Parkmöglichkeiten. Auch der wachsende Caravan-Tourismus würde davon profitieren. Der Fokus liegt auf dem Bereich über dem sogenannten „falschen Tunnel“ der Umgehung, der bislang wenig ansehnlich ist. Allerdings gilt – gerade in Tazacorte – die unausgesprochene Regel: Visionen gibt es schnell, die Umsetzung braucht oft viel, viel Zeit. Ob das Projekt zügig Realität wird oder eher in Etappen über Jahre hinweg, bleibt offen. Klar ist nur: Sollte es tatsächlich umgesetzt werden, wäre es ein spürbarer Gewinn für Alltag, Aufenthaltsqualität und Besucher im Ort.
Die Gemeinde Garafía lässt aktuell prüfen, ob eine Seilbahn von Hoya Grande zum Roque de Los Muchachos machbar ist. Mit 15.000 Euro aus der kanarischen Tourismusförderung wird ein technisch-wirtschaftliches, ökologisches und touristisches Gutachten erstellt, das die Realisierbarkeit dieser auf den Kanaren einzigartigen Infrastruktur auf La Palma klären soll. Ziel ist es, die Zugangsmöglichkeiten zur Inselspitze zu verbessern, den Verkehr auf der steilen Straße zu verringern und Garafía als Touristenziel aufzuwerten. Dabei soll die Seilbahn landschaftsverträglich und nachhaltig sein. Bis Ende 2026 soll das Gutachten fertiggestellt sein. Ob und wann die Seilbahn tatsächlich gebaut wird, steht noch offen – ein ambitioniertes Projekt, das hoffentlich solide umgesetzt wird und nicht wie bei Alexis Sorbas zur wackeligen Angelegenheit wird.