In El Paso entsteht derzeit ein neues Besucher- und Informationszentrum rund um die Waldgeschichte der Kanaren. Das künftige „Centro Forestal de la Macaronesia“ soll in der Hacienda del Pino untergebracht werden und sich besonders dem sogenannten Pino de la Virgen widmen, einer ökologisch und kulturell bedeutsamen Kiefernart. Das Zentrum richtet sich sowohl an Einheimische als auch an Besucher und soll Wissen über die Entwicklung der kanarischen Wälder, Naturschutz und nachhaltige Nutzung vermitteln. Geplant ist ein klar didaktischer Schwerpunkt mit Ausstellungsbereichen, Bildungsangeboten und wissenschaftlicher Aufarbeitung. Nach Angaben der Insel- und Regionalverwaltung soll die Einrichtung künftig ein wichtiger Anlaufpunkt für Umweltbildung und Naturtourismus auf La Palma werden. Ein konkreter Eröffnungstermin wurde bislang nicht genannt. (Foto: Consejería de Transición Ecológica, Lucha contra el Cambio Climático y Planificación Territorial)
Los Llanos de Aridane erhält mehr als 9,1 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln für ein umfassendes Stadtentwicklungsprojekt. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für den Zeitraum 2021–2027 und sind für ein integriertes Programm zur nachhaltigen Stadtentwicklung vorgesehen. Kern des Projekts ist die städtebauliche Weiterentwicklung im Süden der Stadt, insbesondere die Umgestaltung des Viertels Montaña Tenisca. Geplant sind unter anderem neue Grünflächen, bessere Anbindung an das Stadtzentrum, Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit sowie Projekte zur ökologischen Aufwertung und sozialen Durchmischung. Ein zentrales Element soll ein großer, innerstädtischer Grünbereich als „grüne Lunge“ werden. Die EU beteiligt sich mit 85 Prozent an der Finanzierung. Insgesamt soll dadurch ein öffentliches Investitionsvolumen von rund 10,7 Millionen Euro ausgelöst werden. Die Projekte können bis 2029 umgesetzt werden, was für mehrere Jahre Planungssicherheit bedeutet. Für die Bevölkerung bedeutet dies vor allem: neue öffentliche Räume, bessere Wegebeziehungen, mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität und langfristig eine Aufwertung eines bislang wenig entwickelten Stadtteils. Ein genauer Zeitplan für den Beginn der einzelnen Maßnahmen wurde noch nicht veröffentlicht.
Auf La Palma gibt es derzeit kein öffentliches System zur getrennten Sammlung von Altkleidern mehr. Die Stiftung Isonorte hat alle 60 Textilcontainer von den Straßen der Insel abgezogen und den Service Ende 2025 eingestellt. Grund ist die wirtschaftliche Untragbarkeit des bislang kostenlosen Angebots. Ein großer Teil der gesammelten Kleidung ist nicht wiederverwendbar und muss als Abfall entsorgt werden. Da diese Textilien nicht im Umweltkomplex Los Morenos (Mazo) angenommen werden, musste Isonorte sie auf das spanische Festland transportieren lassen – mit Kosten von rund 6.000 Euro pro Monat. Das Cabildo bestätigt, dass sich dieses Ende seit Monaten abzeichnete. Die hohen Transportkosten lassen sich nicht durch den Weiterverkauf des Materials ausgleichen. Eine Insel-Lösung wird nun gesucht: Am 27. Januar beraten Cabildo, Gemeinden und der Insel-Konsortium über eine mögliche Übernahme der Textilabfall-Entsorgung durch die Inselverwaltung. Bis dahin müssen Bürgerinnen und Bürger alte Kleidung zu einem der vier bestehenden Puntos Limpios bringen. Eine andere öffentliche Abgabemöglichkeit gibt es derzeit nicht.
Eines der bekanntesten Naturziele der Caldera de Taburiente, die Cascada de Colores, ist in den vergangenen Jahren immer mehr unter Geröll verschwunden. Nach Angaben der Parkverwaltung haben anhaltende Regenfälle immer mehr Steine und Sedimente in den Wasserfall gespült. Während die Kaskade um 2016 noch rund zehn Meter hoch war, ragt sie heute kaum noch zwei Meter über das Geröllfeld hinaus. Ursache ist ein natürlicher Prozess: Bei starken Regenfällen lagern sich Materialien ab, bei anderen Wetterlagen kann der Wasserfall teilweise wieder freigespült werden. Für Wanderer und Besucher bedeutet das: Der bekannte Anblick der „farbigen Kaskade“ ist derzeit nur noch eingeschränkt zu erleben – und es ist ungewiss, ob und wann sie ihre frühere Form wieder zurückgewinnt.