Die kanarische Regierung hat in dieser Woche damit begonnen, Betroffene zu informieren, die ihre Zweitwohnung verloren haben. Nach Angaben der zuständigen Ministerin Nieves Lady Barreto wurden bislang 83 Eigentümer benachrichtigt. Bis Dezember seien bereits rund 300 Millionen Euro an Personen ausgezahlt worden, die ihre Erstwohnung oder landwirtschaftliche Flächen verloren haben. Für Zweitwohnungen sollen nun weitere 50 Millionen Euro bereitgestellt werden. Nach Darstellung der Regierung werde damit innerhalb von weniger als zwei Jahren mehr als die Hälfte des verlorenen privaten Vermögenswertes auf der Insel kompensiert. Die Auszahlungen für Erstwohnungen sind weitgehend abgeschlossen; offene Fälle betreffen unter anderem ungeklärte Erbschaften oder nicht auffindbare Eigentümer. Parallel dazu laufen noch Überweisungen an Landwirte für verlorene Flächen. Zum Finanzierungsrahmen erklärt die kanarische Regierung, dass der spanische Staat von zugesagten 400 Millionen Euro bislang 100 Millionen (im Jahr 2023) überwiesen habe. Weitere 300 Millionen Euro aus den Haushaltsjahren 2024 bis 2026 stünden noch aus. Die kanarische Regierung beziffert ihren eigenen Beitrag auf insgesamt 250 Millionen Euro für die Jahre 2024 bis 2026, einschließlich einer außerordentlichen Zahlung von 100 Millionen Euro im vergangenen Dezember zur Finanzierung der Entschädigungen für landwirtschaftliche Flächen.
Der Fußballplatz von La Laguna soll wieder aufgebaut werden, Kosten: rund drei Millionen Euro. Das teilte Cabildo-Präsident Sergio Rodríguez im Inselparlament mit. Konkrete Zeitangaben zum Baustart gibt es allerdings noch nicht. Grund ist die weiterhin laufende Klärung der Eigentumsverhältnisse. Das Gelände muss zunächst vom Rathaus Los Llanos rechtlich sauber ins Eigentum des Cabildo übergehen, der anschließend die Bauarbeiten übernimmt. Nach Angaben der Gemeinde waren im Umfeld des Platzes Grundstücksgrenzen, Eintragungen und Besitzverhältnisse teils seit Jahren ungeklärt. Das entsprechende Verfahren befindet sich nun in der finalen Phase. Erst wenn diese Formalitäten abgeschlossen sind, kann das Projekt – möglicherweise im beschleunigten Notfallverfahren, da das Gelände im Lavafeld liegt – konkret umgesetzt werden. Für die Bürger bedeutet das: Die Finanzierung scheint absehbar, doch wann tatsächlich wieder gespielt werden kann, hängt weiterhin von Verwaltungsakten ab – nicht von Baggern.
Gute Nachricht für Camper, Familien und Wochenend-Ausflügler: Das Freizeitgelände an der Laguna de Barlovento soll für rund 281.000 Euro renoviert werden. Das Geld kommt aus einem Fördertopf der Kanarenregierung und geht an die Gemeinde. Konkret heißt das für Besucher: Die öffentlichen Toiletten und Duschen werden erneuert, die Holzhütten innen und außen aufgearbeitet – inklusive neuer Lattenroste und Matratzen. Der Spielplatz wird erweitert, es kommen Spieltische und -elemente hinzu, außerdem entsteht ein Multisportfeld für Fußball, Basketball & Co. Und: Das Gelände bekommt endlich eine klare Umzäunung. Begleitet wurde die Förderzusage standesgemäß von Ortsterminen, Besprechungen und der Aussicht auf „weitere mögliche Projekte“. Für die Nutzer zählt am Ende allerdings nur eines: funktionierende Sanitäranlagen, bessere Übernachtungsmöglichkeiten und etwas mehr Freizeitangebot. Wann genau die Arbeiten beginnen, wurde nicht mitgeteilt. Bis dahin bleibt alles wie es ist – nur mit der Aussicht auf neue Matratzen.
Die Regierung der Kanarischen Inseln hat die vorübergehende oder endgültige Inbesitznahme von 95 Grundstücken beschlossen, die für den Wiederaufbau des von der Vulkaneruption 2021 verschütteten Abschnitts der LP-2 benötigt werden. Betroffen sind insgesamt rund 94.000 Quadratmeter, überwiegend im Gebiet von Los Llanos de Aridane, aber auch einige Parzellen in El Paso. Grund für die Maßnahmen ist, dass die ursprüngliche Trasse aufgrund der veränderten Geländemorphologie nach den Lavaflüssen nicht mehr genutzt werden kann. Bei der Planung des neuen Streckenverlaufs müssen Faktoren wie Lavahöhe, -dichte, vorhandene Lava-Kanäle, erwartete Temperaturen sowie Umweltauflagen berücksichtigt werden. Die betroffenen Flächen umfassen private Grundstücke, öffentliche Flächen, temporäre Nutzungen sowie Grundstücke von Unternehmen wie der Baufirma Dos Tumbos oder der Genossenschaft der Palmerischen Viehzüchter. Die lange versprochene Wiederherstellung der LP-2 würde die wirtschaftliche und soziale Erholung der Region erheblich begünstigen.