Im Mai zeigt sich unsere schöne Inselhauptstadt von seiner besonders stimmungsvollen Seite. Im Rahmen von „Civitatem Decorare“ verwandeln sich Straßen und Plätze in eine liebevoll gestaltete Kulisse aus bunten Stoffen, Laternen, Wandpoesie und floralen Akzenten. Wer durch die Altstadt schlendert, entdeckt geschmückte Brunnen, temporäre Bögen und in diesem Jahr erstmals ein farbenfrohes Blütendach in der Calle Álvarez de Abreu. Auch die Plaza de España wird mit tausenden Blumen in Szene gesetzt – ein Ort, an dem man gerne etwas länger verweilt. Die Aktion verbindet Tradition mit kreativen Ideen und lädt dazu ein, die Inselhauptstadt in entspannter Atmosphäre neu zu entdecken – ein Spaziergang, der sich im Mai ganz besonders lohnt.
In Los Llanos wird der bestehende innerstädtische Radweg nach rund 13 Jahren nun um gut 600 Meter erweitert und technisch angepasst. Das Projekt soll den bisherigen Abschnitt von etwa 1,7 Kilometern ergänzen und künftig zu einem geschlossenen Rundkurs im Stadtgebiet verbinden. Geplant ist ein neuer Abschnitt in der Calle Ramón Pol, inklusive kleinerer Infrastrukturmaßnahmen wie 14 Fahrradabstellplätzen. Die Arbeiten sind Teil eines nachhaltigen Mobilitätskonzepts und wurden mit rund 280.000 Euro ausgeschrieben, die Bauzeit soll etwa drei Monate betragen. Der ursprüngliche Ausbau des Radwegenetzes stammt aus dem Jahr 2013 und wurde damals mit EU-Fördermitteln umgesetzt. Heute wird das Netz im Rahmen eines Mobilitätsplans weiterentwickelt, der grundsätzlich eine bessere Radverkehrsanbindung im Stadtzentrum vorsieht. Gleichzeitig bleibt der Radweg in der Bevölkerung und im lokalen Handel umstritten, da beim ursprünglichen Bau zahlreiche Parkplätze entfallen sind und die Streckenführung regelmäßig zu Konflikten zwischen Autos, Radfahrern und Fußgängern führt. Der aktuelle Ausbau verfolgt nun einen pragmatischeren Ansatz: weniger Eingriffe in Parkflächen, dafür eine bessere interne Vernetzung bestehender Abschnitte.
Ein Musterbeispiel von Pressemeldungen ohne konkreten Inhalt: viel Strategie, viele verheißungsvolle Worte – aber wenig Konkretes. Dieser Tage wurde ein Planungsverfahren für die Küstenbereiche Puerto Naos und Charco Verde gestartet. Ziel sei es, die zukünftige touristische und bauliche Entwicklung zu regeln. Vorgesehen ist unter anderem eine mögliche Kapazität von rund 2.100 Betten, kombiniert mit Grünflächen, teilweise weiter genutzten Bananenplantagen und verschiedenen Nachhaltigkeitsansätzen wie erneuerbaren Energien und Wasserwiederverwendung. Das Ganze befindet sich allerdings noch ganz am Anfang: Zunächst läuft ein Umweltprüfungsverfahren mit Beteiligung anderer Behörden und der Öffentlichkeit. Erst danach könnten überhaupt konkrete Schritte folgen. Für Anwohner, Rückkehrer und Besucher heißt das unterm Strich: Noch keine direkten Veränderungen, keine klaren Zeitpläne und keine kurzfristigen Lösungen für die bekannten Probleme vor Ort. Es ist ein weiterer Plan für die Zukunft – wann und wie viel davon tatsächlich umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.
La Palma bleibt im ersten Quartal 2026 die Insel mit der höchsten Arbeitslosenquote der Kanaren und liegt bei 14,8 Prozent. Innerhalb der Insel stechen besonders zwei Gemeinden hervor: Tazacorte mit 20,7 Prozent und Garafía mit 20,1 Prozent. Beide führen damit weiterhin die regionale Statistik an, auch wenn sich ihre Werte in den vergangenen Jahren deutlich verbessert haben Im weiteren Inselvergleich folgen Puntagorda und El Paso sowie Los Llanos de Aridane, Barlovento und Villa de Mazo mit Quoten im Bereich der insularen Durchschnittswerte. Unter dem Durchschnitt liegen Santa Cruz de La Palma und San Andrés y Sauces, während Breña Baja mit 11,7 Prozent die niedrigste Arbeitslosigkeit der Insel aufweist. Langfristig zeigt der Bericht des kanarischen Statistikamts jedoch eine klare Entwicklung nach unten: Sowohl Tazacorte als auch Garafía haben ihre Arbeitslosigkeit seit 2015 spürbar reduziert, wenn auch von einem weiterhin hohen Niveau aus.