Die touristischen Besucherzentren auf La Palma sollen 2025 rund 160.000 Gäste gezählt haben, was laut offizieller Darstellung einem deutlichen Plus gegenüber der Zeit vor der Pandemie entspricht. Als besonders gefragt gelten dabei Einrichtungen wie Caños de Fuego, das Parque Arqueológico El Tendal und das Besucherzentrum am Roque de los Muchachos. Wie diese Zahlen zustande kommen, bleibt jedoch weitgehend offen. In den Statistiken taucht jeder Besucher auf – unabhängig davon, ob es sich um Touristen oder Einheimische handelt. Auch Mehrfachbesuche werden selbstverständlich mitgezählt. So lassen sich die Werte problemlos steigern, bevor sie anschließend als Beleg für den „Erfolg“ des eigenen Tourismusmodells präsentiert werden. Unterm Strich ergibt sich damit ein vertrautes Bild: Eine Statistik wird veröffentlicht, großzügig interpretiert und anschließend als Bestätigung großer Fortschritte gewertet – konkrete Aussagen über tatsächliche touristische Entwicklung bleiben dabei eher im Hintergrund.
Autofahrer auf La Palma, La Gomera und El Hierro erhalten auch im zweiten Quartal weiterhin einen Preisnachlass von 20 Cent pro Liter auf Benzin und Diesel. Die Ermäßigung gilt von April bis Juni. Hintergrund ist, dass Kraftstoffe auf den kleineren, nicht-kapitalen Inseln häufig teurer sind als auf Gran Canaria und Tenerife. Liegt der Preisunterschied über einem bestimmten Schwellenwert, greift die Unterstützung, um die höheren Transportkosten und strukturellen Nachteile auszugleichen.
Für La Palma wird erneut eine „verbesserte Anbindung“ an Katalonien angekündigt. Gemeinsam mit der Fluggesellschaft Vueling sollen im Winter 2026/2027 mehr Sitzplätze verfügbar sein. Konkrete Angaben sucht man allerdings vergeblich: weder Frequenzen noch Wochentage noch Starttermine werden genannt. Während also von „strategischen Chancen“ und „wachsender Sichtbarkeit“ die Rede ist, zeigt ein Blick in die Realität ein anderes Bild. Der bestehende Flug nach Barcelona steht vor dem Aus, und für Mai finden sich derzeit keine Verbindungen im Buchungssystem. Unterm Strich bleibt damit vor allem eines: viele wohlklingende Formulierungen, aber kaum greifbare Informationen für Reisende. Ob tatsächlich mehr Flüge kommen oder nur mehr Worte, wird sich erst zeigen.
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