Die seit Jahren gesperrten Strände La Zamora Grande und inzwischen auch La Zamora Chica könnten langfristig wieder zugänglich werden. Vertreter der kanarischen Küstenbehörde (Costas) und der Gemeinde Fuencaliente haben sich vor Ort getroffen, um nach Lösungen für die Sicherung der Felsküste und eine spätere Wiedereröffnung zu suchen. La Zamora Grande ist bereits seit rund drei Jahren geschlossen, nachdem instabile Felshänge ein Sicherheitsrisiko darstellten. Auch der Zugang zur benachbarten La Zamora Chica musste inzwischen nach weiteren Felsstürzen vorsorglich gesperrt werden. Bürgermeister Gregorio Alonso betonte, dass beide Strände zu den beliebtesten Badeplätzen im Süden der Insel gehören und man sie möglichst bald wieder öffnen wolle – allerdings nur unter sicheren Bedingungen. Die nun erfolgte Ortsbesichtigung mit der Küstenbehörde soll die Grundlage für die notwendigen technischen Maßnahmen schaffen. Viele Palmeros verfolgen das Thema allerdings mit einer gewissen Skepsis. Gerade in Fuencaliente haben sich Infrastrukturprojekte in der Vergangenheit oft über viele Jahre hingezogen. Das bekannteste Beispiel ist die Fuente Santa, deren Wiederentdeckung vor drei Jahrzehnten zwar als Meilenstein gefeiert wurde, deren touristische Nutzung aber bis heute auf sich warten lässt. Im Fall von La Zamora liegt die Verantwortung zudem nicht allein bei der Gemeinde. Maßnahmen im Küstenbereich müssen von der zuständigen Küstenbehörde (Costas) genehmigt und begleitet werden – ein Verfahren, das in Spanien häufig sehr langwierig ist. Die Hoffnung auf eine Wiedereröffnung ist zwar berechtigt, wann die beliebten Naturstrände tatsächlich wieder zugänglich sein werden, bleibt jedoch weiter offen.
Die für La Palma geltende 60-prozentige Ermäßigung der Einkommensteuer (IRPF) wird auch 2026 fortgeführt. Nach Angaben des Wiederaufbaukommissars profitieren davon rund 35.000 Steuerzahler, während dem spanischen Staat dadurch Steuereinnahmen von etwa 135 Millionen Euro entgehen. Zusätzlich enthält das neue Gesetz weitere Hilfen für die vom Vulkanausbruch betroffenen Menschen. Dazu gehören eine verlängerte Stundungsmöglichkeit für Kredite bestimmter Landwirte, erleichterte Bedingungen für betroffene Selbständige sowie 100 Millionen Euro, die die Kanarischen Inseln für den Wiederaufbau einsetzen können. Ein Teil dieser Mittel soll unter anderem in Entschädigungen für Bananenbauern, den Wiederaufbau landwirtschaftlicher Infrastruktur, Wasserleitungen sowie Maßnahmen zur Ableitung von CO₂ in Puerto Naos fließen.
Das Cabildo von La Palma hat die Arbeiten am Mirador del Infinito wenige Kilometer vor dem Roque de los Muchachos in San Andrés y Sauces abgeschlossen. Nach Angaben der Inselverwaltung flossen rund 75.000 Euro aus dem Nachhaltigkeitsplan der Biosphärenreservat-Insel in die Maßnahme. Offiziell ist von einer Verbesserung der Sicherheit, Barrierefreiheit und Erhaltung des Aussichtspunktes die Rede. Tatsächlich beschränken sich die sichtbarsten Arbeiten jedoch darauf, dass der bisherige Natursteinweg mit einer Betonschicht überzogen wurde – eine Gestaltung, die nicht jeder als Bereicherung der Landschaft empfinden dürfte. Das Cabildo spricht außerdem von einem „Beitrag zu einem nachhaltigen und naturverträglichen Entwicklungsmodell“. Ob sich ausgerechnet Betonflächen harmonisch in die Landschaft einfügen, darüber werden sich die Besucher wohl ihre eigene Meinung bilden.
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