Kurzmeldungen aktuell

Flüge aus Basel, Nantes, London und Birmingham

Flüge aus Basel, Nantes, London und Birmingham

Mit einer Veröffentlichung im kanarischen Amtsblatt wurden jetzt die genauen Zeiträume für mehrere neue internationale Flugverbindungen zum Flughafen von La Palma bekannt. Die Strecken werden im Rahmen eines Förderprogramms zur Entwicklung neuer Flugrouten finanziell unterstützt. Bereits aktiv ist die Verbindung zwischen Basel und La Palma, die von easyJet betrieben wird. Sie startete am 11. November 2025 und läuft zunächst noch bis Ende März 2026. Weitere Verbindungen folgen ab Ende 2026 schrittweise. Die Strecke nach Nantes wird von Volotea betrieben und soll vom 19. Dezember 2026 bis März 2027 fliegen. Für den britischen Markt sind zwei Direktverbindungen vorgesehen, die beide von Jet2.com übernommen werden. Die Route zum London Stansted Airport soll am 26. Oktober 2026 starten und bis September 2027 betrieben werden, während die Verbindung zum Birmingham Airport am 5. April 2027 beginnen und bis März 2028 laufen soll. Das Programm verpflichtet die beteiligten Fluggesellschaften, die neuen Strecken über festgelegte Mindestzeiträume zu betreiben. Ziel ist es, zusätzliche internationale Verbindungen für La Palma aufzubauen und deren Betrieb über mehrere Flugzeiten hinweg zu sichern.

Mit Sensoren auf Waldbranderkennungskurs

Auf La Palma geht man neue Wege bei der Waldbrandbekämpfung – zumindest auf dem Papier. Die kanarische Regierung installiert in Tijarafe rund um den Barranco del Garome 39 hochmoderne Sensoren, die Temperatur, Gase, Luftfeuchtigkeit und Druck messen und die Daten direkt an die zentrale Leitstelle funken. Ziel: Brände früh erkennen. Praktisch? Naja, theoretisch. Bevor die Feuerwehr überhaupt loslegen darf, muss erst von Mitarbeitenden des Medio Ambiente, der Polizei oder der Feuerwehr bestätigt werden, dass es sich tatsächlich um einen Brand handelt – nur sie können den Qualm lodernder Bäume von dem einer Käseräucherei unterscheiden. Dann nimmt das CECOES (Centro Coordinador de Emergencias y Seguridad) den Notruf entgegen, der CECOPIN (Centro de Coordinación Operativa Insular) bestätigt den Fall, und erst danach entscheidet der Hauptobereinsatzleiter, ob Hubschrauber, Löschflugzeuge oder ein mutiger Trupp zu Fuß ins Feuer geschickt werden dürfen. Warum dieses penible Stufenverfahren? Fehlalarme sollen keine Chance haben. Lieber alles erst genau prüfen – selbst wenn der Brand schon fröhlich Kiefern, Felder und Häuser versengt. Hinzu kommt: Hubschrauber dürfen nachts ohnehin nicht fliegen. Für Anwohner, Tiere und Landwirte bedeutet das: Es raucht, es brennt, aber die bürokratischen Zahnräder drehen sich noch. Feuerwehrleute und Piloten werden erst dann geweckt, um in einen meist langen, gefährlichen Einsatz zu ziehen, während die Einsatzleitung in sicheren Büros sitzt, minutiös Protokolle abhakt und sich später – wenn der Wald und manche Gebäude nur noch Asche sind – mit Medaillen belohnt.

Erste öffentliche Entsalzungsanlage im Bau

Im Gemeindegebiet von Breña Baja nördlich des Flughafens haben die Bauarbeiten für die erste dauerhaft betriebene öffentliche Entsalzungsanlage zur Bewässerung der Landwirtschaft begonnen. Die Anlage soll helfen, den Rückgang der Wasserförderung aus traditionellen Quellen wie Galerien auszugleichen. Die vom Inselwasserrat (CIALP) geplante Anlage soll täglich rund 2.500 Kubik Wasser produzieren und voraussichtlich im Sommer in Betrieb gehen. Die Baukosten liegen bei etwas mehr als zwei Millionen Euro, wobei ein Teil der Finanzierung aus Fördermitteln der kanarischen Regierung stammt. Das aufbereitete Wasser ist vor allem für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen in tieferen Lagen vorgesehen und soll der Bewässerungsgemeinschaft Breñas–Mazo mit rund 2.200 Nutzern zugutekommen. Im Gegenzug soll Wasser aus deren Galerien in das Kanalnetz der Insel eingespeist werden, um andere Gebiete im Süden zu versorgen. Hintergrund des Projekts ist der deutliche Rückgang der Wasserführung vieler Galerien auf der Insel, der in manchen Höhenlagen bis zu 70 Prozent beträgt. Entsalzungsanlagen werden daher zunehmend als Ergänzung zur bestehenden Wasserversorgung betrachtet. Das klingt alles recht gut und logisch. Kritik kommt jedoch von der politischen Gruppierung Drago Canarias. Sie hält den Bau der Anlage für eine kurzfristige Notlösung und fordert stattdessen, zunächst die erheblichen Wasserverluste im bestehenden Leitungssystem zu untersuchen und zu reduzieren. Ihrer Ansicht nach liege das Hauptproblem weniger in der Menge des verfügbaren Wassers als in dessen ineffizienter Verwaltung.

So viel Geld lassen Touristen auf La Palma

Die Statistik hat wieder zugeschlagen. Laut aktuellen Zahlen geben Urlauber aus Deutschland im Durchschnitt exakt 1.593 Euro pro Aufenthalt aus, während britische Gäste angeblich auf 1.168 Euro kommen. Bei den Deutschen soll das sogar ein deutlicher Anstieg sein: 2024 lagen ihre Ausgaben noch bei 1.421 Euro. Auch der tägliche Durchschnitt kletterte laut Rechnung von 152 auf 162 Euro. Ob dieser Zuwachs vielleicht schlicht der Inflation und gestiegener Flugkosten zu verdanken ist, bleibt allerdings unerwähnt. Die britischen Besucher dagegen sollen plötzlich deutlich sparsamer geworden sein: Ihr Durchschnittsbudget sank von 1.508 Euro im Jahr 2024 auf 1.168 Euro, der Tageswert von 181 auf 149 Euro. Wie man solche erstaunlich präzisen Zahlen eigentlich ermittelt, bleibt eines der großen Geheimnisse der Tourismusstatistik. Werden Urlauber beim Bezahlen begleitet? Zählt jemand das Trinkgeld im Restaurant mit? Wird registriert, wie viele Kugeln Eis ein deutscher Gast am Strand bestellt oder wie oft ein britischer Besucher an der Bar „noch eine Runde“ ruft? Werden die Inselgäste auch tatsächlich korrekt ihrer Herkunft zugewiesen, zum Beispiel Bayern und Österreicher? Man weiß es nicht. Fest steht nur: Am Ende steht eine Zahl mit erstaunlicher Genauigkeit – fast so, als hätte irgendwo ein statistischer Zauberstab mitgerechnet.

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12. März 2026

Schönes La Palma Foto der Woche

Foto der Woche
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Vielen Dank an Frau Gärtner für das Einsenden dieses Fotos.

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10. März 2026

La Palma aktuell

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Mit Sensoren auf Waldbranderkennungskurs

Auf La Palma geht man neue Wege bei der Waldbrandbekämpfung – zumindest auf dem Papier. Die kanarische Regierung installiert in Tijarafe rund um den Barranco del Garome 39 hochmoderne Sensoren, die Temperatur, Gase, Luftfeuchtigkeit und Druck messen und die Daten direkt an die zentrale Leitstelle funken. Ziel: Brände früh erkennen. Praktisch? Naja, theoretisch.

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