Kurzmeldungen aktuell

Wohin mit der Asche in Las Manchas?

Wohin mit der Asche in Las Manchas?

Vier Jahre nach dem Vulkanausbruch ist die Asche in Las Manchas weiterhin ein Fall ohne klare Regeln. Nach der Eruption wurde das Material zu großen Hügeln aufgeschüttet – der bekannteste trägt im Volksmund augenzwinkernd den Namen „Montaña Noelia“, benannt nach der damaligen Bürgermeisterin. Eine offizielle Verordnung zur Nutzung oder Vergabe dieser Asche gibt es bis heute nicht. Das Gelände wurde inzwischen eingezäunt, nachdem sich die Nutzung – sagen wir – recht frei entwickelt hatte. Aktuell läuft es so: Wer Asche braucht, stellt eine Anfrage mit gewünschter Menge, Landwirte müssen zusätzlich eine Genehmigung vorlegen. Kritiker bemängeln ein wenig transparentes Verfahren, bei dem nicht alle Interessierten gleichermaßen berücksichtigt werden. Ohne klare Regeln lässt sich zudem kaum festlegen, wer wie viel bekommen darf. Immerhin: An einer Verordnung wird gearbeitet. Perspektivisch soll die Asche sogar mit Bananenresten zu Dünger verarbeitet werden.

Kulturzentrum in Los Llanos vor Eröffnung

Das Cabildo de La Palma plant die Eröffnung des „Parque Cultural Islas Canarias“ in Los Llanos für den kommenden Mai. Offiziell wird die bevorstehende Eröffnung als wichtiger Schritt in der Kulturentwicklung der Insel präsentiert. Was in der aktuellen Kommunikation allerdings elegant ausgespart bleibt, ist die Dauer dieses Projektes. Der heutige Parque Cultural Islas Canarias geht ursprünglich auf ein Projekt zurück, das bereits vor rund 20 Jahren in Form von Schulen und Ausbildungswerkstätten am Standort begonnen wurde und später in ein Kulturzentrum überführt wurde. Die eigentliche Ausbaustufe des aktuellen Kulturzentrums wurde politisch und planerisch ab 2020 konkretisiert. Und nun ist es endlich soweit. Die eigentliche Herausforderung dürfte damit weniger die Fertigstellung und Eröffnung sein als die Frage, wie aus einer langjährigen Baugeschichte nun ein dauerhaft funktionierender Kulturbetrieb wird. Die künftige Verwaltung soll voraussichtlich über die öffentliche Gesellschaft Sodepal erfolgen, die bereits mehrere touristische und kulturelle Einrichtungen der Insel betreut.

Baufreigabe für neuen Recyclinghof

Im Ortsteil Los Pedregales in Los Llanos entsteht ein neuer „Punto Limpio“. Die Bauarbeiten sind vergeben, kosten rund 356.000 Euro und sollen etwa zwei Monate dauern. Ziel ist es, die Mülltrennung zu verbessern und bestehende Anlagen zu entlasten. Was für die Nutzer allerdings offen bleibt: Der exakte Standort wird nicht näher beschrieben, denn der Ortsteil Los Pedregales ist nicht gerade klein. Klar ist nur, dass die neue Anlage künftig näher und bequemer erreichbar sein soll und Teil einer allgemeinen Verbesserung der Abfallentsorgung im Aridanetal ist.

Käse und Wein aus La Palma prämiert

Auf La Palma gibt es aktuell gleich doppelten Grund zur Freude für Genießer: Ein Käse aus Puntagorda und ein Wein von der Insel wurden auf nationaler und internationaler Bühne ausgezeichnet. Der Ziegenkäse „Las Cuevas“ (DOP Queso Palmero), hergestellt in Puntagorda, erhielt beim renommierten Wettbewerb GourmetQuesos 2026 in Madrid eine Silbermedaille in der Kategorie der geräucherten Käse – bei über 800 eingereichten Produkten aus ganz Spanien. Ein schöner Beleg für die Qualität und Tradition der lokalen Käseherstellung. Und was passt besser dazu als ein guter Wein: Beim internationalen Wettbewerb Bacchus 2026 wurde unter anderem der „Vega Norte blanco Albillo Criollo 2025“ der Bodegas Noroeste auf La Palma mit Gold ausgezeichnet. Insgesamt konnten sich mehrere kanarische Weine in dem stark besetzten Wettbewerb behaupten. Kurz gesagt: Wer auf La Palma unterwegs ist, findet nicht nur beeindruckende Landschaften, sondern auch ausgezeichnete regionale Produkte – ideal für alle, die Genuss gerne direkt vor Ort erleben.

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24. April 2026

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