Für viele Bewohner und Besucher von Puerto Naos ist es eine der erfreulichsten Nachrichten seit dem Vulkanausbruch: Ein Pilotprojekt zur Ableitung von Kohlendioxid (CO₂) zeigt deutlich bessere Ergebnisse als erwartet und könnte den Weg zur Wiederöffnung der noch gesperrten „schwarzen Zone“ ebnen. Das eingesetzte System saugt das im Untergrund angesammelte CO₂ gezielt ab. Nach Angaben der beteiligten Wissenschaftler konnten die Gaskonzentrationen in einigen Bereichen um bis zu 80 Prozent reduziert werden. In einzelnen Gebäuden sanken die Werte von rund 15.000 auf etwa 700 ppm. Die Wirkung reicht dabei bis zu 50 Meter weit. Angesichts dieser Ergebnisse sollen nun weitere Anlagen in besonders betroffenen Bereichen von Puerto Naos und La Bombilla installiert werden. Die Verantwortlichen sprechen von der ersten Maßnahme, die tatsächlich Aussicht auf eine dauerhafte Lösung bietet. Für Besucher bedeutet das vor allem: Die Chancen steigen, dass auch die letzten noch gesperrten Bereiche von Puerto Naos in absehbarer Zeit wieder zugänglich werden. Einen konkreten Termin gibt es allerdings noch nicht. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass das CO₂ weiterhin aus dem Untergrund austritt und dieser Prozess vermutlich noch mehrere Jahre andauern wird. Interessant ist dabei eine Beobachtung, die auf La Palma schon seit Langem diskutiert wird: Viele Anwohner vermuten, dass in einigen Bereichen von Puerto Naos bereits vor dem Vulkanausbruch erhöhte CO₂-Werte vorhanden waren – nur wurde damals schlicht nicht gemessen. Erst seit 2021 wird die Situation mit einem weltweit einzigartigen Messnetz lückenlos überwacht.
Wohneigentum wird auch auf La Palma immer teurer. In Santa Cruz de La Palma hat sich der durchschnittliche Kaufpreis für Wohnungen und Häuser innerhalb eines Jahrzehnts nahezu verdoppelt. Lag der Quadratmeterpreis im Jahr 2016 noch bei 759 Euro, werden heute im Schnitt rund 1.500 Euro pro Quadratmeter bezahlt. Nach Angaben des Notariatsportals wurden zwischen März 2025 und Februar 2026 in der Inselhauptstadt 94 Immobilien verkauft – ausschließlich Bestandsimmobilien. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei knapp 166.000 Euro, die mittlere Wohnfläche bei 111 Quadratmetern. Die meisten Käufer waren zwischen 41 und 50 Jahre alt. Rund 85 Prozent der Käufer hatten die spanische Staatsangehörigkeit, etwa 15 Prozent kamen aus dem Ausland. Während die Kaufpreise seit Jahren steigen, bleibt auch das Thema Mieten angespannt. Nach aktuellen Statistiken müssen die Kanarenbewohner inzwischen durchschnittlich 56 Prozent ihres Einkommens für die Miete aufbringen. Damit gehören sie zu den Regionen Spaniens, in denen der größte Teil des Gehalts für das Wohnen ausgegeben werden muss.
Freunde guter Weine und regionaler Spezialitäten kommen am heutigen Samstag voll auf ihre Kosten: Von 13 bis 19 Uhr lädt Santa Cruz zum 7. Wein- und Genussfest auf der Plaza de La Alameda ein. Mehrere Weingüter der Insel präsentieren ihre Weine, dazu gibt es eine große Auswahl an lokalen Köstlichkeiten – von herzhaften Tapas bis zu süßen Spezialitäten. Für die passende Stimmung sorgen Live-Musik und Unterhaltung unter freiem Himmel. Auch Familien kommen auf ihre Kosten: Für Kinder werden in der nahegelegenen Plaza de San Francisco verschiedene Mitmachangebote organisiert. Wer einen entspannten Nachmittag mit palmerischer Gastronomie, Musik und geselligem Ambiente verbringen möchte, findet hier eine gute Gelegenheit, die kulinarische Vielfalt der Insel kennenzulernen.
Auf La Palma wird bekanntlich vieles entdeckt – nun vielleicht sogar eine familiäre Verbindung zum Vatikan. Genealogen haben Hinweise gefunden, dass einer der Vorfahren von Papst Leo XIV. vor rund 400 Jahren auf La Palma gelebt haben könnte. Nach monatelanger Recherche stießen die Forscher auf alte Kirchenbücher der Hauptstadt und verfolgen nun die Spur einer Familie, die einst von La Palma über Kuba bis nach Amerika wanderte. Sollte sich die Vermutung bestätigen, hätte der Papst tatsächlich palmerische Wurzeln. Besonders spannend finden die Ahnenforscher nun die Frage, ob heute noch entfernte Verwandte des Kirchenoberhaupts auf der Insel leben. Die Suche nach möglichen Cousins, Cousinen und anderen Verzweigungen des Familienstammbaums läuft bereits. Damit erhält La Palma eine weitere potenzielle Berühmtheit in ihrer langen Liste historischer Persönlichkeiten. Ob der Papst selbst von seinen möglichen Inselwurzeln weiß, ist nicht bekannt. Falls nicht, könnte ihn bei einem künftigen Besuch durchaus die überraschende Nachricht erwarten, dass seine Vorfahren möglicherweise einst zwischen Bananen, Fischfang und Atlantikwind zu Hause waren.
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