Die kanarische Regionalregierung hat nach den schweren Erdbeben in Venezuela eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Nach aktuellen Angaben kamen mindestens 235 Menschen ums Leben, mehr als 4.300 wurden verletzt. Die Trauer gilt in allen öffentlichen Einrichtungen der Kanarischen Inseln. Das Cabildo von La Palma hat zahlreiche Veranstaltungen für dieses Wochenende abgesagt. Die Regierung bekundete ihre Solidarität mit den Opfern und deren Angehörigen sowie mit der großen venezolanischen Gemeinschaft auf den Kanaren. Zugleich wurde dem venezolanischen Staat Unterstützung bei den Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen angeboten. Unter den Todesopfern befindet sich auch Isabel Jara, die Delegierte der Kanarischen Regierung in Venezuela. Sie galt nach dem Einsturz ihres Wohnhauses in La Guaira zunächst als vermisst. Ihr Tod wurde inzwischen offiziell bestätigt. Die Kanarische Regierung sprach ihrer Familie und ihren Angehörigen ihr Beileid aus und äußerte zugleich die Hoffnung, dass weitere Vermisste noch lebend gefunden werden.
Viereinhalb Jahre nach dem Ende des Vulkanausbruchs rückt nun auch das Gebiet zwischen dem Tajogaite und der Küste stärker in den Fokus der Messungen. Bewohner von Las Manchas und Tajuya haben beantragt, ihre Häuser auf Radon untersuchen zu lassen, nachdem an einer Messstation in Tajuya zeitweise deutlich erhöhte Werte registriert wurden. Der gemessene Durchschnitt lag bei 397 Becquerel pro Kubikmeter und damit über dem spanischen Referenzwert von 300. In einzelnen Spitzen wurden sogar bis zu 4.300 Becquerel gemessen. Wissenschaftler weisen allerdings darauf hin, dass es sich um starke Schwankungen handelt und daraus nicht automatisch auf eine Belastung der Wohnhäuser geschlossen werden kann. Bemerkenswert ist vor allem der Zeitpunkt: Während in Puerto Naos und La Bombilla unmittelbar nach dem Ende des Eruption mit der Messung von Gasen begonnen wurde und inzwischen nahezu 2.000 CO₂-Sensoren installiert wurden, um die Situation in den Küstenorten engmaschig zu überwachen, fanden in den Wohngebieten zwischen Küste und Vulkan bislang kaum vergleichbare Messungen statt. Dabei ist der Bereich rund um den Tajogaite bis heute großräumig gesperrt und wird offiziell weiterhin als Gefahrenzone eingestuft. Dass ausgerechnet in den Wohngebieten in Vulkannähe nie ähnlich akurate Messungen stattfanden, dürfte bei vielen Anwohnern Fragen aufwerfen. Nach Veröffentlichung der ersten Messergebnisse wuchs die Verunsicherung in der Bevölkerung. Weitere Messungen sind derzeit jedoch nicht möglich, da das Forschungsprojekt Ende 2025 ausgelaufen ist. Die Universität La Laguna kann die Überwachung nur fortsetzen, wenn neue Finanzierungsmittel bewilligt werden.
ZU DEN MELDUNGEN
Ab Oktober 2026 führt die spanische Regierung neue Regeln gegen unerwünschte Werbe- und Spam-Anrufe ein. Künftig müssen alle kommerziellen Telefonanrufe eindeutig am Beginn der Nummer den Vorwahlblock „400“ tragen. Damit soll es für Nutzer sofort erkennbar sein, dass es sich um einen Werbeanruf handelt – noch bevor man überhaupt abhebt. Hintergrund ist die stark zunehmende Belästigung durch Telefonmarketing und betrügerische Anrufe, die in den letzten Jahren fast täglich geworden sind und oft kaum noch von echten Kontakten zu unterscheiden sind.
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