Kurzmeldungen aktuell

Eine zweite Chance für alte Guaguas

Eine zweite Chance für alte Guaguas

Zwei historische Holz-Guaguas aus den 1960er-Jahren könnten vielleicht doch noch vor dem Vergessen bewahrt werden. Die beiden Fahrzeuge, wegen ihrer aufeinanderfolgenden Kennzeichen liebevoll „Las Gemelas“ (Die Zwillinge) genannt, stehen heute in einer Garage auf La Palma und gehören dem Unternehmen Transportes Insular de La Palma (TILP). Ein Inselchronist schlägt nun vor, die Oldtimer gemeinsam mit den Schülern des Berufsbildungszentrums Virgen de Las Nieves zu restaurieren. So könnten angehende Kfz-Mechatroniker nicht nur an historischen Fahrzeugen arbeiten, sondern zugleich ein Stück Inselgeschichte erhalten. Die beiden Busse erinnern an eine Zeit, als ihre hölzernen Aufbauten noch auf La Palma gefertigt wurden und sie zum vertrauten Bild auf den Straßen der Insel gehörten. Ob eine Restaurierung technisch und finanziell möglich ist, müsste allerdings erst geprüft werden. Fest steht jedoch: Für viele Palmeros sind die alten Guaguas weit mehr als ausrangierte Fahrzeuge – sie sind ein Stück Kindheit und gelebte Inselgeschichte. (Foto: FERNANDO RODRÍGUEZ)

Marcos y Cordero vollständig freigegeben

Nach umfangreichen Sanierungs- und Sicherungsarbeiten ist der beliebte Wanderweg Marcos y Cordero im Nordosten La Palmas wieder durchgehend begehbar. Das Cabildo investierte dafür rund 730.000 Euro. Trotz der Wiedereröffnung weist die Inselverwaltung darauf hin, dass der Weg anspruchsvoll bleibt. Für die Tunnelabschnitte sind weiterhin Helm und Taschenlampe erforderlich, außerdem sollten Wanderer über ausreichend Trittsicherheit und Bergerfahrung verfügen. Informationen zu den aktuellen Bedingungen sind vor der Tour auf der offiziellen Internetseite der Inselwanderwege abrufbar.

Qualitätssiegel für die Palmerische Ziege

Die Palmerische Ziege darf ihre Erzeugnisse künftig mit dem offiziellen Gütesiegel „100 % Raza Autóctona“ kennzeichnen. Das spanische Landwirtschaftsministerium hat der Züchtervereinigung die entsprechende Genehmigung erteilt. Damit erhalten Produkte dieser alten Inselrasse eine geschützte Herkunftskennzeichnung, die ihre Echtheit und Rückverfolgbarkeit garantiert. Das Qualitätssiegel gilt unter anderem für Fleisch, Milch, Käse und weitere Milcherzeugnisse sowie für Lederprodukte. Voraussetzung ist, dass die Tiere im Herdbuch der Rasse eingetragen sind oder ihre Abstammung eindeutig nachgewiesen werden kann. Die Einhaltung der Vorgaben wird von der Züchtervereinigung kontrolliert. Für die Tierhalter auf La Palma ist die Anerkennung weit mehr als eine formale Auszeichnung. Sie bietet die Möglichkeit, die Produkte der Palmerischen Ziege besser von anderen Erzeugnissen abzugrenzen und den besonderen Wert dieser traditionsreichen Inselrasse stärker hervorzuheben. Die Tiere werden überwiegend in extensiver oder halbextensiver Weidehaltung gehalten und prägen seit Generationen das Landschaftsbild vieler Regionen La Palmas. Mit dem neuen Gütesiegel verbindet sich auch die Hoffnung, dass die Zucht wirtschaftlich attraktiver wird und so zum langfristigen Erhalt dieser ursprünglichen Rasse beiträgt. Denn der Schutz einer einheimischen Tierrasse endet nicht bei der Erhaltung ihres Genmaterials – er gelingt nur dann dauerhaft, wenn auch die Produkte der Betriebe eine entsprechende Wertschätzung auf dem Markt erfahren.

Wenn Brüssel den Führerschein neu erfindet

Mehr als 250 Millionen Autofahrer in der Europäischen Union könnten in den kommenden Jahren mit neuen Regeln für ihren Führerschein konfrontiert werden. Die EU-Kommission arbeitet an einer Reform der Führerscheinrichtlinie, die bis 2028 in allen Mitgliedstaaten umgesetzt werden soll. Kernpunkt der geplanten Änderungen ist ein europaweit einheitlicher digitaler Führerschein, der künftig auch auf dem Smartphone gültig sein soll. Zudem sollen schwere Verkehrsverstöße künftig grenzüberschreitend wirksam werden. Wer in einem EU-Land seinen Führerschein verliert oder eine Sperre erhält, soll diese nicht mehr einfach durch einen Grenzübertritt umgehen können. Auch bei Verlängerungen und möglichen medizinischen Kontrollen strebt Brüssel gemeinsame Standards an. Besonders ältere Fahrer und Fahranfänger könnten von neuen Regelungen betroffen sein, wobei konkrete Vorgaben noch nicht endgültig feststehen. Befürworter sehen darin einen Schritt zu mehr Sicherheit und einer besseren Abstimmung innerhalb eines immer mobiler werdenden Europas. Kritiker fragen sich jedoch erneut, wie weit die Kompetenzen der EU reichen sollen. Wie bei vielen anderen Bereichen entscheidet auch hier eine Institution, deren Mitglieder nicht direkt von den Bürgern gewählt werden, über Regelungen, die anschließend für alle Mitgliedstaaten verbindlich gelten. Die Reform ist noch nicht abgeschlossen und muss zunächst verabschiedet sowie anschließend in nationales Recht umgesetzt werden. Fest steht: Der Führerschein, wie ihn Millionen Europäer seit Jahrzehnten kennen, könnte sich in den nächsten Jahren deutlich verändern.

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Vielen Dank an Jürgen für das Einsenden dieses Fotos.

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